Über uns

37 Jahre und kein bisschen leise … der Kleingärtnerverein Am Wäldchen an der Dahlhauser Straße gehört mit seinen 37 Jahren zu den Jüngsten in Essen.

Schon seit Ende der 1970er Jahre bestand eine Warteliste, in die sich Bewerber für eine neue Kleingartenanlage Sachsenring/Weg am Berge eintragen konnten.

Ab 1981 ging es dann zügig voran. Nachdem ab Juni 1981 der erste Bebauungsplan vorlag, stand der Vereinsgründung nichts mehr im Wege. Zur Gründungsversammlung am 17. September 1982 erschienen 41 Bewerber. Gleich anschließend nahm der frisch gewählte Vorstand seine Arbeit auf – und davon gab es jede Menge. Denn die neue Kleingartenanlage stellte ein Pilot-Projekt dar. Die Stadt, die bisher die Lauben selbst baute und verpachtete, war nur noch zuständig für den Bau der Hauptwege sowie der Wasserleitung und Wasseranschlüsse. Den Rest mussten die Kleingärtner selbst stemmen.

Etwa 15.000 DM kosteten die Laube, der Zaun und die Bepflanzung, für viele Pächter eine große finanzielle Herausforderung. Kein Wunder, dass viele Gärtner selbst beherzt zupackten. Andererseits gab es nun viel mehr Freiheit, selbst die Bauart der Laube zu gestalten. So gibt es nun in der Anlage vielfältige Haustypen, z.B. selbst gemauert, aus Betonteilen zusammengesetzt und auch ein Holzhaus. Damit die Bauphase zügig vorangehen konnte, mussten sich alle Mitglieder auf den von ihnen gewünschten Laubentyp festlegen. Dann wurden Sammelbestellungen aufgegeben, um kostengünstig einzukaufen. Die Bauphase begann mit der Erstellung der Fundamente. Damit an wenigen Samstagen alle Fundamente gegossen werden konnten, mussten alle Schalungen rechtzeitig fertig werden. Schließlich konnten die staunenden Nachbarn beobachten, wie ohne Pause stundenlang ein Betonmischer nach dem anderen auf das Gelände fuhr und die Fundamente füllte. Danach ging die Bauarbeit für die Mitglieder erst richtig los. Bei diesen Gemeinschaftsaktionen musslen alle ausnahmslos an einem Strang ziehen. Dadurch wurde aus Familien, die sich bisher kaum kannten, schnell eine Gemeinschaft, in die sich alle mit ihren unterschiedlichen Kenntnissen und Fähigkeiten erbringen konnten. Noch heute können die Gründungsmitglieder so manche Geschichte aus dieser spannenden Zeit erzählen.

Einige Jahre später wurde dann das Gemeinschaftshaus gabaut in dem nun der Vorstand seine Sitzungen abhalten kann und das gegen Entgelt allen Mitgliedern für Feiern zur Verfügung steht.

Anfang der 1990er Jahre war dann auch Schluss mit den Chemietoiletten in den Parzellen. Gemäß politischem Willen mussten alle Lauben an die öffentliche Kanalisation angeschlossen werden. Auch hier war wieder Eigenleistung aller Pächter gefragt. Aufgrund vorangegangenen Starkregens war das Erdreich schön aufgelockert, so dass die Leitungskanäle leicht ausgehoben werden konnten. Kleines Missgeschick am Rande: Während einer kleinen Pause stand noch eine Pächterin in einem der Kanäle in etwa 1,60 m Tiefe, als plötzlich die Seitenwände einbrachen und sie bis fast zur Hüfte im Erdreich eingeschlossen war. Eilig herbeigerufene Gärtner konnten sie dann aber wieder freischaufeln.

In den 38 Jahren ihres Bestehens haben die meisten Gärten einen oder mehrere neue Pächter bekommen. Erfreulicherweise interessieren sich immer mehr junge Leute für Kleingärten. Deshalb ist die Bewerberliste gut gefüllt und wenn mal ein Pächter z.B. aus Altersgründen aufgeben muss, kann der Garten zügig einem neuen Pächter übergeben werden.